Ab in den Schnee...
Skifreizeit der 8. Klassen im Februar 2011
Am 6.2.2011 war es endlich so weit.
Schon im 5. Schuljahr hatte Frau Reischl uns versprochen, dass wir in der 8. Klasse vielleicht eine Skifreizeit in Österreich verbringen und Skifahren lernen würden. Schon vor einem Jahr hatten wir uns für die Fahrt angemeldet. Wir konnten wählen zwischen einer Skifreizeit im Winter oder einer Sommerfahrt mit einem Wassersportprogramm in Plön.
Wir (18 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b) hatten uns für die Skifreizeit entschieden und so starteten wir am Sonntagmorgen um 6.23 Uhr mit dem Wochenendticket der Bundesbahn unsere Reise Richtung Süden. Nach 7 Umsteigemanövern kamen wir um 18.40 Uhr in Passau an. Dort wartete schon ein Bus, der uns in unsere Unterkunft brachte. Unterwegs hielten wir noch beim "Sport Jacob" in Waldkirchen an, um Skier, Skischuhe, Stöcke und Helme auszuleihen. An dieser Stelle möchten wir uns noch ganz herzlich beim Förderverein unserer Schule bedanken, der uns das Ausleihen der Helme finanzierte, da diese Kosten ursprünglich nicht einkalkuliert waren. Doch in Österreich gibt es jetzt die Helmpflicht für Kinder unter 15 Jahren und so mussten wir alle einen Helm aufsetzen.
Gegen 21.00 Uhr erreichten wir das Mühlfunviertel, ein Jugendfreizeitzentrum in Klaffer am Hochficht, wo wir für eine Woche untergebracht waren.
Am Montagmorgen ging es bei strahlendem Sonnenschein zum ersten Mal auf die Piste.
Tausende von Menschen aller Altersklassen wedelten auf Skiern an uns vorbei. Einige Bundesländer Österreichs, sowie Tschechien hatten Schneeferien und im angrenzenden Bayern hatten die Schüler Skikurs, statt Sportunterricht bei dem schönen Wetter. Für uns aber kam schnell die Ernüchterung. Wir konnten uns kaum stehend auf den Brettern halten, geschweige denn damit einen Berg hinunter gleiten. Doch unsere Skilehrer, Herr und Frau Reischl und Herr Otto machten uns Mut, ließen uns einen kleinen Berg hoch treten und zeigten uns, wie man im Schneepflug wieder hinunter kam. Nach 3 Stunden waren wir soweit, dass wir mit dem Schlepplift die erste Piste hinauf fahren konnten. Dort übten wir dann das Bogen fahren, Bremsen mit dem Schneepflug und richtige Belasten der Skier beim Kurven fahren. Die Abfahrt zum Parkplatz war am ersten Tag einige richtige Herausforderung für uns und der Bus musste eine geschlagene Viertelstunde warten, bis die letzten unten ankamen.
Aber wie Frau Reischl es uns prophezeit hatte, sah die Welt am nächsten Tag schon ganz anders aus. Auf dem Übungshang wurde es uns bald langweilig und wir nahmen die nächste Piste in Angriff. Von Stunde zu Stunde bekamen wir mehr Sicherheit, steigerten unsere Geschwindigkeit und auch aus dem Schlepplift fiel nur noch selten einer heraus. Am Donnerstag fuhr die erste Gruppe schon mit dem Sessellift auf den höchsten Berg, den Hochficht und dort die Abfahrt hinunter. Mensch, war das ein Erlebnis!
Leider hatten wir am Freitag schlechtes Wetter. Es regnete den ganzen Tag und so mussten wir nach 3 Stunden völlig durchnässt unseren Skikurs beenden. Sehnsüchtig schauten wir vom Skirestaurant aus auf die Piste und warteten auf unseren Bus, der uns wieder in unser Quartier brachte. Dann mussten wir auch die Skier wieder abgeben und unsere Koffer packen.
Am letzten Abend schauten wir uns die Fotos an, die unsere Skilehrer gemacht hatten und bekamen alle eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Skikurs. Dann mussten wir schon wieder unsere Koffer packen, denn am Samstag fuhr unser erster Zug um 8.26 Uhr wieder in Passau los. Nach sechsmaligem Umsteigen kamen wir alle wohlbehalten um 20.18 Uhr in Duisburg an. Nur Lukas, der sich beim Sturz an den Stahlkanten eines Skis geschnitten hatte, trug einen Verband, weil er an 2 Fingern genäht werden musste.
Trotzdem sind wir uns einig: Skifahren ist der Hit!!! Und wer weiß, vielleicht fährt Frau Reischl nächstes Jahr noch einmal mit uns zum Skifahren, zumal wir uns doch so gut benommen und sie auch nachts nicht mehr genervt haben.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a uns 8b
der Hauptschule am Niersenberg